Die 3 dänischen Nordseeinseln stellen die Verlängerung nach Norden von den friesischen Inseln dar. Direkt nördlich von Sylt liegt Rømø, dann folgen Mandø und Fanø und jedes der kleinen Eilande präsentiert sich mit ganz eigenem Charme. Wer seinen Urlaub im Ferienhaus vor ruhiger und naturschöner Kulisse verbringen möchte, der wird hier sein persönliches Paradies finden. So verwundert es nicht, dass es Urlauber gibt, die schon seit vielen Jahrzehnten immer wieder auf die gleiche schnuckelige Nordseeinsel reisen.
Rømø, die südlichste Nordseeinsel Dänemarks
Rømø ist heute die südlichste Insel in der dänischen Nordsee, nachdem die Hallig Jordsand im Winter 1998/99 vom Meer vollständig abgetragen wurde. Rømø hat eine bewegte Geschichte, denn die Insel wurde von wechselnden Herren beansprucht und geriet mehrmals in deutschen Besitz. Im 2. Weltkrieg baute die Wehrmacht überall auf Rømø große Bunkeranlagen. Neben Bunkerüberresten gibt es auf der Insel aber noch andere Sehenswürdigkeiten. So befindet sich die kleinste und älteste Schule von Dänemark auf Rømø, die Toftum Skole.
Der kilometerbreite Sandstrand, der bequem mit dem Auto befahren werden kann, lädt zu ausgiebigem Bade- und Spielspaß an der Nordsee ein. Dort findet auch jedes Jahr im September das bekannte Rømø-Drachenfest statt, bei dem bis zu 1000 Drachen am Nordseehimmel bewundert werden können. Dieses Kleinod der dänischen Nordsee ist ganz entspannt über den knapp 10km langen mautfreien Rømødæmningen (Rømø-Damm) zu erreichen. Von Skærbæk gibt es eine Buslinie und von List auf Sylt fährt eine Fähre das Eiland an.
Mandø, die kleinste Nordseeinsel Dänemarks
Die Insel Mandø war lange Zeit unbewohnt, nachdem Sturmfluten den einstigen Ort zerstört hatten. Erst im 17. Jahrhundert siedelten sich wieder Menschen an. Mandø ist mit einer Größe von 7,63 km
2 die kleinste dänische Nordseeinsel und mit 57 Menschen auch die am dünnsten besiedelte. Trotz ihrer geringen Größe hat Mandø einiges für Besucher zu bieten. Es gibt einen Kaufmann für die Frühstücksbrötchen, im Mandø Kro, einem gemütlichen Restaurant, können sich Inselbesucher nach ausgiebigen Wandertouren kulinarisch verwöhnen lassen und Vogelkundler können in den Watten und Strandwiesen viele Seevögel beobachten. Auch gibt es auf Mandø einen Badestrand, an dem die großen und kleinen Urlauber bei Flut gefahrlos im Wasser planschen können, da der Sandboden eben ist und kaum abfällt.
Die Anfahrt auf die wohl entspannteste Insel Dänemarks ist zudem schon ein Erlebnis für sich. Entweder reist man per PKW über den Låningsvej Mandø - dessen Benutzung von den Gezeiten abhängig ist! - oder man lässt sich als Tagestourist von den sogenannten Mandø-Bussen hinüberfahren. Diese starten in Vester Vestedt und sind von Traktoren gezogene Anhänger, die mit Sitzbänken versehen wurden.
Fanø, die traditionellste Nordseeinsel Dänemarks
Die Insel Fanø entstand aus einer Sandbank in der Nordsee und wurde erstmals im Jahre 1231 im Grundbuch König Waldemars II. Namentlich erwähnt. Heute gehört Fanø zu den vier kleinsten Inselkommunen Dänemarks, die auch nach der dänischen Kommunalreform 2007 bestehen blieb. Zu erreichen ist die malerische kleine Insel per Fähre, die regelmäßig von Esbjerg ablegt, die Überfahrt dauert ungefähr 15min.
Das Eiland hat trotz seiner geringen Größe viel zu bieten: herrliche Natur, eine Vielzahl an Vogelarten, die besonders während des Vogelzuges gut zu beobachten sind und die jahrhundertealten Traditionen der Bewohner - der sogenannten Fanniker. Die Fannikerdage sind eine wunderbare Gelegenheit, um sich von den bunten Trachten und den alten Bräuchen verzaubern zu lassen. Beim alljährlichen Drachenfest, dem größten internationalen seiner Klasse, kann man kunstvolle Drachen aus aller Welt bewundern. Sønderho als ältestes Dorf der Insel besticht auch heute noch durch seinen ursprünglichen Charme und hat mit Hannes Hus, dem Fanø Museum und Sønderho Kirke feine Attraktionen zu bieten.